Warum die Vorbereitung auf die Kletterwand schon im Babyalter beginnt
Wenn wir an Klettern denken, haben wir meist ältere Kinder vor Augen.
Kinder auf Bäumen.
Kinder an Kletterwänden.
Kinder auf Spielplätzen.
Doch das erste Klettertraining beginnt viel früher.
Nämlich in dem Moment, in dem ein Baby beginnt, sich auf Händen und Knien fortzubewegen.
Krabbeln sieht unspektakulär aus.
Für das Gehirn ist es jedoch ein Meisterwerk.
Das Gehirn verkabelt sich selbst.
Bei vielen Alltagsbewegungen überkreuzt das Kleinkind die Körpermitte.
Diese sogenannten Überkreuzbewegungen veranlassen beide Gehirnhälften dazu, zusammenzuarbeiten.
Der rechte Arm wird von der linken Gehirnhälfte gesteuert.
Das linke Bein von der rechten.
Damit die Bewegung funktioniert, müssen beide Seiten permanent Informationen austauschen.
Genau diese Zusammenarbeit braucht ein Kind später auch beim Klettern.
Denn auch dort greifen und steigen Arme und Beine immer wieder über Kreuz.
Die geheime Superkraft: Die Mittellinie
In der Ergotherapie sprechen wir häufig von der sogenannten Mittellinie.
Das ist die gedachte Linie, die unseren Körper in eine linke und rechte Hälfte teilt.
Kinder müssen lernen, diese Linie zu überschreiten.
Und zwar ganz selbstverständlich.
Schon im Kleinkindalter geschieht das tausendfach, z.B. beim auf der Seite mit einem Arm aufstützen. Oder auf die andere Seite Greifen, um den Ball zu holen.
Beim Klettern ebenfalls.
Die rechte Hand greift nach links.
Der linke Fuß kreuzt nach rechts.
Der Körper ist ständig dabei, beide Seiten miteinander zu verbinden.
Was beim Krabbeln gleichzeitig entsteht
Während ein Baby durch die Wohnung krabbelt, trainiert es:
- Körperspannung
- Schulterstabilität
- Handkraft
- Gleichgewicht
- Körperwahrnehmung
- Koordination
- Orientierung im Raum
- Zusammenarbeit beider Gehirnhälften
Mit anderen Worten:
Es entwickelt viele Fähigkeiten, die später an der Kletterwand erneut gebraucht werden.
Warum wir diese Phase oft unterschätzen
Vielleicht weil Krabbeln so selbstverständlich aussieht.
Vielleicht weil wir auf die ersten Schritte warten.
Dabei könnte man sagen:
Klettern macht zwar Eindruck.
Krabbeln bildet aber die Grundlagen.
Und genau deshalb lohnt sich ein Blick darauf. An dieser Stelle sei auch kurz auf die Reflexintegration hingewiesen, die eventuell nicht vollständig abgeschossen wurde.
Mit der lieben Gudrun an der Seite des Vereins die Wahrnehmungskinder https://wahrnehmungskinder.at/zusammenarbeit/, haben alle Vereinsmitglieder die Möglichkeit sich vertrauensvoll an sie als Fachfrau für diesen Bereich zu wenden!
Freut Euch auf den 3. Teil der Kletterminiserie.

Ergotherapie trifft auf Mentoring-individuell, von überall und ohne Wartezeit!
Ich bin Melanie und es ist meine Herzensaufgabe, Menschen im Alltag zu ihrer größtmöglichen Selbstständigkeit zu verhelfen. Sowohl z.B. Kindern mit Wahrnehmungsproblemen sowie Menschen, die nach einem Schlaganfall wieder zu ihrer Stärke finden möchten. Ich zeige online, wie es gelingen kann, gezielt die individuellen Bedürfnisse zu fördern. Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass du oder dein Kind wieder mit Selbstvertrauen und Unabhängigkeit den Alltag meistern kannst!
